Dunkle Leistungsprüfung bestanden!

 

geschrieben von: Wunner Wolfgang | Kreisbrandinspektor

 

WEILERSBACH – Am vergangenen Wochenende führte die Freiwillige Feuerwehr Weilersbach die Leistungsprüfung Technische Hilfeleistung unter den Augen des Schiedsrichterteams, KBI Wolfgang Wunner, KBM Michael Wölker und KBM Roland Brütting, durch. Erschwert wurden die Aufgaben für alle Teilnehmer durch die hereinbrechende Dunkelheit, während der Prüfung.

Doch wie Chefausbilder und 2. Kdt. Markus Friedel betonte, kann man sich die Tageszeit für einen Ernstfall auch nicht aussuchen und der ganze Aufbau muss auch bei Dunkelheit reibungslos funktionieren, was alle 3 Gruppen unter Beweis stellten. Sie meisterten den Aufbau mit einer simulierten, eingeklemmten Person hervorragend, was auch die Schiedsrichter betonten. Auch bei den davor absolvierten Truppaufgaben wie z.B. stabile Seitenlage, Gefahrgutzeichen, Gerätekunde oder schriftliche Fragen merkte man, dass die Ausbilder hervorragende Arbeit geleistet hatten. Die erst Gruppe bestand aus Kameraden/innen, die erst vor kurzem die Feuerwehrgrundausbildung sogenannte MTA (Modulare Truppausbildung) durchlaufen hatten und nun ihre erste Leistungsprüfung ablegten. Wobei zu erwähnen ist, dass diese gemischten Gruppe aus einigen Quereinsteiger und Aktiven, die aus der Feuerwehrjugend kamen, bestand. Hervorzuheben ist hier die sehr gute Harmonie untereinander. In den beiden anderen Gruppen war erstmalig Aktive aus der Weilersbacher Feuerwehr dabei, die die höchste Leistungsstufe Gold – Rot , darunter auch eine Kameradin, ablegten. Nachfolgend die Teilnehmer mit ihren bestandenen Abzeichen: Bronze gab es für Benedikt Seiler, Herbert Rauch, Jonas Saffer, Roland Rüdiger, Lena Weiskopf, Uli Mauser und Lukas Böhm. Silber ging an Patrick Wunner und Patrick Tenta. Sebastian Pfeufer, Christop Pfeufer, Tobias Maltenberger und Christopher Amon konnten sich mit Gold schmücken. Gold – Blau erreichten Joachim Hack, Henry Hack und Stefan Roppelt. Gold-Grün gab es für Markus Friedel, Jürgen Weiskopf und Carola Gath. Die höchste Auszeichnung konnte an folgende Aktive verliehen werden: Christian Dennerlein, Mario Finze und Ulrike Schriefer. Unter den vielen Zuschauer, waren alle 3 Bürgermeister der Gemeinde Weilersbach, wobei dann 1. Bürgermeister Gerhard Amon bei der anschließenden Verleihung die Leistung der Feuerwehrler hervorhob und auch versprach, dass die nötige Ausrüstung seitens der Gemeinde zur Verfügung gestellt werde. Auch KBI Wolfgang Wunner lobte die gute Ausbildungsarbeit der Wehr. In der heutigen Zeit ist es keine Selbstverständlichkeit mehr, wenn 3 Gruppen mit insgesamt 22 Teilnehmern sich die Zeit nehmen für die Ausbildung, um eine Leistungsprüfung erfolgreich abzuschließen. Beim anschließenden Essen auf Einladung des Vereins wurde noch die Kameradschaft untereinander gepflegt.

 

Einsatzübung in Rettern

 

Am 08. September 2017 wurde die Freiwilige Feuerwehr Weilersbach um 18.03 Uhr zu einer Einsatzübung in den Nachbarort Rettern alarmiert. Angenommen war ein Scheunenbrand auf einem Aussiedlerhof am Ortseingangang von Rettern.

Diese Übung war vor allem wieder geprägt von hervorragender Zusammenarbeit mehrerer Feuerwehren.

An der Übung waren folgende Wehren beteiligt: FF Rettern, FF Weilersbach, FF Kauernhofen, FF Bammersdorf, FF Eggolsheim, FF Forchheim.

 

Herzlichen Dank an die Organisatoren dieser Einsatzübung und vielen Dank für die gute Zusammenarbeit.

 

 

 

 

Kleine Rothelme überzeugten die Profis

124 Kinder bewiesen sich bei der Kinderfeuerwehr-Olympia des Landkreises in Weilersbach

WEILERSBACH – Stolz trägt der sechsjährige Mino seinen schwarz-gelben Feuerwehranzug. Er nimmt zum ersten Mal an der Olympiade teil. Wo er denn herkomme? „Von der Feuerwehr“ seine prompte Antwort, die wie aus der Pistole kam. Zum ersten Mal nahm er, wie viele andere Kinder an der Kinderfeuerwehr-Olympia im Landkreis teil, die in Weilersbach stattgefunden hat.

Die Kinder waren bei der Feuerwehr-Olympiade mit großem Eifer und viel Spaß bei der Sache, hier bei der Murmelbahn.

Zum fünften Mal hat die Freiwillige Feuerwehr Weilersbach die Kinderfeuerwehr-Olympia im Landkreis ausgerichtet. Mithin ein kleines Jubiläum sozusagen. Organisiert hat sie die Weilersbacherin Anna Hack, sie ist Fachbereichsleiterin der Kinderfeuerwehren im Landkreis.

Der sechsjährige Mino war zum ersten Mal mit von der Partie. Und schon flitzte er mit seinen beiden Kameradinnen, der siebenjährigen Greta und der achtjährigen Louisa los, als es hieß: die Flammbinis der Forchheimer Wehr antreten.

Mission geschafft

Zunächst ging es zur Spielstation „Murmelbahn“, bei der Geschicklichkeit und Tempo gefragt sind. Dort schoss die Murmel geradezu aus den aneinandergesteckten Rohren — die Mission war also geschafft. Weiter ging es zum Wasserparcours und dort über eine Bierkastenbrücke.

Für die kleinen Brandschützer ist die Landkreis-Kinderfeuerwehr-Olympiade jedes Jahr ein neues und großartiges Erlebnis. Im Landkreis zählt sie zu den beliebtesten Jugendveranstaltungen.

31 Gruppen mit insgesamt 124 Kindern beteiligten sich. Tendenz steigend, denn zehn Gruppen mehr als im vergangenen Jahr waren dieses Mal dabei. Es war, wie Organisatorin Hack es formulierte, eine „Super-Großveranstaltung“, bei der rundum alles passte.

Das Wetter war wie gerufen, die Mädchen und Buben waren allesamt in Top-Form und durchliefen die zehn im Dorf aufgeteilten Stationen mit Eifer und Elan. Die Kindergesichter verrieten, dass die Kleinen Spaß hatten und begeistert waren. Dabei zeigten sie, dass in ihnen das Zeug für gute Feuerwehrfrauen und -männer steckt.

Kreisbrandrat Oliver Flake, Kreisbrandinspektor Wolfgang Wunner und Kreisjugendwart Christian Wolfrum staunten über den Einsatz der Jüngsten und waren vollen Lobes für die Teilnehmer.

Schnelligkeit, Geschicklichkeit, Reaktionsvermögen sowie Wissens- und Testfragen musste der Nachwuchs beantworten. Bei so vielen Teilnehmern herrschte nach dem Wettbewerb ein lebhaftes Treiben am Feuerwehrgelände und die Kinder ließen sich eine wohlverdiente Stärkung bei Pizzas, Bratwürsten und Getränken schmecken.

Großer Jubel

Groß war die Spannung, als die Siegerehrung startete. Dann brandete großer Jubel bei der Bekanntgabe der Platzierungen auf. Der erste Platz ging an die Streitberger Gruppe drei, gefolgt von der Gruppe zwei aus Kleingesee. Den dritten Platz sicherte sich die Dormitzer Gruppe zwei mit dem dritten Platz.

Auch der oberste Feuerwehrchef der Gemeinde, Bürgermeister Gerhard Amon (CSU), gratulierte den zukünftigen Rothelmen. Er war mit seinem Vize Roland Dauer (CSU) gekommen. Er betonte: „Wenn man das sieht, baut das für die Zukunft auf“.

Davon angetan waren überdies Ehrenkreisbrandrat Reinhard Polster und Ehrenkreisbrandinspektor Georg Henkel, die ebenfalls die Wettkämpfe verfolgten. Auch Hack sparte nicht mit Lob für die erbrachten Leistungen der Kinder. Ihr sei es wichtig, dass die Landkreisfeuerwehren miteinander vernetzt werden, die Kinder Spaß, Freude und Interesse an der Feuerwehr bekommen.

Zusammenhalt lernen

An die Feuerwehr müssten die Kinder schon in jungen Jahren herangeführt werden. Kommunikation und soziale Kontakte sollen sich damit untereinander ausbauen und die Kleinen somit das Miteinander und den Zusammenhalt lernen.

Dass Hack das betont, kommt nicht von Ungefähr: Sie ist selbst aktive Feuerwehrfrau und Leiterin der Bambini-Gruppe der örtlichen Feuerwehr.

Brand in der Kita Weilersbach: Feuerwehren proben Einsatz

Kräfte aus vier Gemeinden rückten zur Großübung aus – Bedenken geäußert – vor 3 Stunden

WEILERSBACH – Die Alarmmeldung: Der Kindergarten Weilersbach brennt. Innerhalb von vier Minuten rücken 44 Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren zu der Großübung aus. Auch wenn Weilersbachs Kommandant Michael Henkel von einem Erfolg der Übung spricht, hat er auch Bedenken für den Ernstfall geäußert.

Notruf am Freitag zur Mittagszeit: Im Kindergarten Weilersbach brennt es. Die Sirnen heulen um 11.35 Uhr  im Dorf auf. Dann geht alles blitzschnell. Schon um 11.39 Uhr ist von weitem das Martinshorns zu hören. Die Weilersbacher Feuerwehr trifft ein. Nach und nach rücken innerhalb kürzester Zeit die Nachbarwehren aus Kirchehrenbach, Reifenberg und Ebermannstadt mit ihrer Drehleiter an. Doch am Ende atmeten alle auf: Es handelt sich nur um Sonderübung.

Im Kindergarten war eine solche Übung erstmals auf Initiative von Kindergartenleiterin Sabrina Hack und Weilersbachs Kommandanten Michael Henkel geplant worden. Wie Henkel erklärte, sei der Sinn der Übung eine Räumung des Gebäudes zu proben, sowie die Ortskenntnisse der umliegenden Feuerwehren zu schulen. Um mit dem Alarm keine Panik auszulösen, so der Kommandant, waren die Eltern von der Übung vorher verständigt worden.

An die 44 Feuerwehrleute waren zum Kindergarten geeilt. Die Ausgangsbasis: Gemeldet wurde ein Küchenbrand mit Rauchentwicklung. Kinder und Personal wurden vermisst. Zügig wurden das Gebäude geräumt und die Kinder in Sicherheit gebracht. Sammelpunkt für zwei Gruppen war die St. Anna-Kirche. Für die anderen Gruppen das Kindergartengelände. Von dort aus wurden die Kinder, nachdem sie den Garten nicht verlassen konnten, von den Einsatzkräften über den Gartenzaun gehoben und in Sicherheit gebracht, während die Ebermannstädter Feuerwehr von ihrer Drehleiter aus im Löscheinsatz war. Ganz so, wie es der Notfallplan in einer solchen Gefahrensituation vorsieht.

Vorbildliches Verhalten

„Das Personal und die Kleinen haben sich richtig verhalten“, lobte Kommandant Michael Henkel. Die Feuerwehrleute hatten in Windeseile Schläuche ausgerollt, das Kindergartengebäude umstellt und die Atemschutzträger durchsuchten die verqualmten Räume, die vorher eingenebelt wurden, nach den Vermissten. Dann die Entwarnung: Die vermissten Personen konnten gerettet werden – für Kinder und Betreuungspersonal bestand keine Gefahr.

Um der Übung einen ernsten Charakter zu geben, hatte sich für den Rettungseinsatz Ehrenkreisbrandinspektor Georg Henkel als Statist als vermisste Person zur Verfügung gestellt. Auf den Plan gerufen hat der Alarm nicht nur die Feuerwehrleute, sondern auch Bürgermeister Gerhard Amon (CSU) mit seinem Vize Marco Friepes (CSU), die vor Ort waren. Sie dankten den Einsatzkräften für ihr Kommen und bescheinigten ihnen eine „erfolgreiche Übung“, und dem Personal ein „einmaliges Verhalten“. „Wir sind höchst zufrieden“, bekräftigte der Gemeindechef.

„Das hat sehr gut funktioniert, wir können stolz sein“, freuten sich dann auch Kommandant Henkel und Kita-Leiterin Hack bei der abschließenden Lagebesprechung. „Nur so kann man für einen Ernstfall Erfahrungen sammeln“, betonte Henkel. Er gab aber auch zu bedenken, dass die Übung an einem Brückentag stattfand und somit viele Feuerwehrleute zu Hause waren. Bei einem Brandeinsatz unter der Woche wären vielleicht nur ein Viertel der Leute einsatzbereit gewesen.

Dennoch waren von den Feuerwehren Weilersbach 22 Frauen und Männer, aus Kirchehrenbach zehn, aus Reifenberg und Ebermannstadt jeweils sechs Einsatzkräfte vor Ort.

HEIDI AMON