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Kleine Rothelme überzeugten die Profis

124 Kinder bewiesen sich bei der Kinderfeuerwehr-Olympia des Landkreises in Weilersbach

WEILERSBACH – Stolz trägt der sechsjährige Mino seinen schwarz-gelben Feuerwehranzug. Er nimmt zum ersten Mal an der Olympiade teil. Wo er denn herkomme? „Von der Feuerwehr“ seine prompte Antwort, die wie aus der Pistole kam. Zum ersten Mal nahm er, wie viele andere Kinder an der Kinderfeuerwehr-Olympia im Landkreis teil, die in Weilersbach stattgefunden hat.

Die Kinder waren bei der Feuerwehr-Olympiade mit großem Eifer und viel Spaß bei der Sache, hier bei der Murmelbahn.

Zum fünften Mal hat die Freiwillige Feuerwehr Weilersbach die Kinderfeuerwehr-Olympia im Landkreis ausgerichtet. Mithin ein kleines Jubiläum sozusagen. Organisiert hat sie die Weilersbacherin Anna Hack, sie ist Fachbereichsleiterin der Kinderfeuerwehren im Landkreis.

Der sechsjährige Mino war zum ersten Mal mit von der Partie. Und schon flitzte er mit seinen beiden Kameradinnen, der siebenjährigen Greta und der achtjährigen Louisa los, als es hieß: die Flammbinis der Forchheimer Wehr antreten.

Mission geschafft

Zunächst ging es zur Spielstation „Murmelbahn“, bei der Geschicklichkeit und Tempo gefragt sind. Dort schoss die Murmel geradezu aus den aneinandergesteckten Rohren — die Mission war also geschafft. Weiter ging es zum Wasserparcours und dort über eine Bierkastenbrücke.

Für die kleinen Brandschützer ist die Landkreis-Kinderfeuerwehr-Olympiade jedes Jahr ein neues und großartiges Erlebnis. Im Landkreis zählt sie zu den beliebtesten Jugendveranstaltungen.

31 Gruppen mit insgesamt 124 Kindern beteiligten sich. Tendenz steigend, denn zehn Gruppen mehr als im vergangenen Jahr waren dieses Mal dabei. Es war, wie Organisatorin Hack es formulierte, eine „Super-Großveranstaltung“, bei der rundum alles passte.

Das Wetter war wie gerufen, die Mädchen und Buben waren allesamt in Top-Form und durchliefen die zehn im Dorf aufgeteilten Stationen mit Eifer und Elan. Die Kindergesichter verrieten, dass die Kleinen Spaß hatten und begeistert waren. Dabei zeigten sie, dass in ihnen das Zeug für gute Feuerwehrfrauen und -männer steckt.

Kreisbrandrat Oliver Flake, Kreisbrandinspektor Wolfgang Wunner und Kreisjugendwart Christian Wolfrum staunten über den Einsatz der Jüngsten und waren vollen Lobes für die Teilnehmer.

Schnelligkeit, Geschicklichkeit, Reaktionsvermögen sowie Wissens- und Testfragen musste der Nachwuchs beantworten. Bei so vielen Teilnehmern herrschte nach dem Wettbewerb ein lebhaftes Treiben am Feuerwehrgelände und die Kinder ließen sich eine wohlverdiente Stärkung bei Pizzas, Bratwürsten und Getränken schmecken.

Großer Jubel

Groß war die Spannung, als die Siegerehrung startete. Dann brandete großer Jubel bei der Bekanntgabe der Platzierungen auf. Der erste Platz ging an die Streitberger Gruppe drei, gefolgt von der Gruppe zwei aus Kleingesee. Den dritten Platz sicherte sich die Dormitzer Gruppe zwei mit dem dritten Platz.

Auch der oberste Feuerwehrchef der Gemeinde, Bürgermeister Gerhard Amon (CSU), gratulierte den zukünftigen Rothelmen. Er war mit seinem Vize Roland Dauer (CSU) gekommen. Er betonte: „Wenn man das sieht, baut das für die Zukunft auf“.

Davon angetan waren überdies Ehrenkreisbrandrat Reinhard Polster und Ehrenkreisbrandinspektor Georg Henkel, die ebenfalls die Wettkämpfe verfolgten. Auch Hack sparte nicht mit Lob für die erbrachten Leistungen der Kinder. Ihr sei es wichtig, dass die Landkreisfeuerwehren miteinander vernetzt werden, die Kinder Spaß, Freude und Interesse an der Feuerwehr bekommen.

Zusammenhalt lernen

An die Feuerwehr müssten die Kinder schon in jungen Jahren herangeführt werden. Kommunikation und soziale Kontakte sollen sich damit untereinander ausbauen und die Kleinen somit das Miteinander und den Zusammenhalt lernen.

Dass Hack das betont, kommt nicht von Ungefähr: Sie ist selbst aktive Feuerwehrfrau und Leiterin der Bambini-Gruppe der örtlichen Feuerwehr.