Feuerwehrführerschein für Sebastian Pfeufer

 Am 28.01.2016 erwarb Sebastian Pfeufer als erster Kamerad in unserer Wehr durch eine praktische Fahrprüfung den Feuerwehrführerschein.

Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Prüfung und Vielen Dank an Ausbilder Jürgen Weiskopf und Prüfer Stefan Roppelt.

Was ist eigentlich der Hintergrund des Feuerwehrführerscheins?

Seit der Einführung der zweiten EU-Führerscheinrichtlinie im Jahr 1999 können Erwerber von Pkw-Führerscheinen (Klasse B) keine Fahrzeuge mehr in der Gewichtsklasse zwischen 3,5 t und 7,5 t führen. Dies bedeutet massive Probleme für die Freiwilligen Feuerwehren, wenn deren Einsatzfahrzeuge schwerer als 3,5 t zulässiges Gesamtgewicht sind. Nur die Inhaber alter Pkw-Führerscheine dürfen diese schwereren Einsatzfahrzeuge führen.
Mit dem
Feuerwehrführerschein haben die Feuerwehrdienstleistenden nun die Möglichkeit im Feuerwehrdienst Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen zu führen.

 

Feuerwehr ist Mittelpunkt

 

Wer einmal Mitglied wird, der bleibt – und so war die Zahl der Mitglieder, die auf der Jahrshauptversammlung der Feuerwehr Weilersbach von Vorsitzendem Michael Wölker und seinem Vize Josef Gath geehrt wurden, besonders groß.
25 Jahre dabei sind Gerhard Amon, Klaus Amon, Herbert Hack und Detlev Hollatz. 40 halten die Treue Konrad Pfeufer, Herbert Gath, Helmut Stein, Richard Wagner, Erwin Drummer, Robert Greller, Reinhard Braun, Peter Pickelmann und Klaus Beck. Auf ein halbes Jahrhundert bringen es Georg Hofmann, Hans Lang und Georg Striegel. Letzterer war während dieser Zeit 40 Jahre aktiver Feuerwehrmann.
Das seltene 60. Jubiläum konnten Hans Übelacker, Armin Amon, Ehrenmitglied Manfred Hack, Franz Tenta und Rudi Apelt feiern. Wenn Hans Übelacker zurückschaut, war es für ihn vor sechs Jahrzehnten „ganz normal“, dass man zur Feuerwehr geht. „Die war einer der wichtigsten Vereine im Dorf.“ Er leistete jedoch nicht nur 40 Jahre aktiven Dienst, er engagierte sich vor allem im Verein über die Maßen. So trug er vor über 40 Jahren als Vorsitzender der Oberweilersbacher Feuerwehr maßgeblich dazu bei, dass die beiden Wehren Oberweilersbach und Unterweilersbach zur „Feuerwehr Weilersbach“ zusammengelegt wurden. Lange Jahre war er deren Vorsitzender.
Bis heute setzt er sich als Vorstandsmitglied für die Belange seiner Heimatwehr ein. „Viele Gründe hat es gegeben, die mich an der Feuerwehr von jeher fasziniert haben“, denkt er zurück. „Es hat einfach Spaß gemacht und solange ich kann, werde ich meiner Feuerwehr treu bleiben.“ Als Mitgliederstand benannte Vorsitzender Wölker mit 345 Personen. Dann hielt er Rückschau und gab einen Ausblick auf Veranstaltungen 2017: allen voran eine Tagesskifahrt am 4. März und der Feuerwehrfrühjahrslauf am 23. April.
Gut läuft es nach Leiterin Anna Hack auch bei den Bambini. 23 Kinder im Alter von neun bis elf Jahren gehören dazu. Eines der größten Highlights war wieder die Kinderfeuerwehrolympiade, die bereits zum vierten Mal auf Landkreisebene in Weilersbach stattfand.
Den Schlusspunkt setzte Stefan Hack, Chef der Feuerwehr-Laufgruppe, mit einem Kurzbericht über die Aktivitäten der Gruppe. „Wir sind gut etabliert“, fasst er zusammen. dia

Feuerwehr-Ehrenzeichen für Stein und Gath

„Auf die Feuerwehr ist Verlass – sie wird gerufen, wenn’s brennt, löscht, leistet Hilfe in Not und Gefahr, rückt wieder ab und wartet auf den nächsten Einsatz“, leitete Kommandant Michael Henkel, der neue Mann der Aktiven, seinen ersten Jahresbericht ein. Und zu dieser Feuerwehr, so Henkel, gehören zwei Männer, die seit 40 Jahren ehrenamtlichen aktiven Dienst leisten und für die gelte: „Helfen ohne wenn und aber.“ Gemeint waren Helmut Stein und Herbert Gath. Im Rahmen der Dienstversammlung wurden sie nun von Landrat Herrmann Ulm und Kreisbrandrat Oliver Flake mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen des Freistaates Bayern ausgezeichnet.

Zur Dienstversammlung waren über 80 Teilnehmer ins Feuerwehrhaus gekommen. So viele waren es schon lange nicht mehr, so dass der Schulungssaal fast aus allen Nähten platzte. Kommandant Henkel hatte in seinen Bericht viel Informatives und Hörenswertes eingepackt. So leisteten 73 Aktive (13 Frauen und 60 Männer) ehrenamtlichen Dienst, dazu 13 Jugendliche, also insgesamt 86. 23 Mal wurde die Wehr alarmiert, meistens um bei Unfällen zu helfen. Brandeinsätze gab es drei.
Dabei wurden von 541 Kameraden und Kameradinnen 550 Stunden ehrenamtlich für unsere Mitmenschen geleistet. Um fit zu bleiben, absolvierten die Aktiven 32 Übungen, davon sechs für den Digitalfunk, der im Landkreis nun zu 100 Prozent läuft. Die Jugendfeuerwehr mit drei Jungs und 14 Mädels kam nach Jugendleiter Christoph Pfeufer zu 23 Übungen zusammen. Nebenher standen Weiterbildungen sowie Übungsvorbereitungen und Freizeitaktivitäten auf dem Jahresprogramm.

Großes Lob für diese hervorragende Jugendarbeit unter Christoph Pfeufer gab es da nicht nur vom Landrat und Kreisbrandrat, sondern auch von Bürgermeister Gerhard Amon.
26 der 73 Aktiven sind nach Sebastian Pfeufer Atemschutzgeräte-Träger. 20 dieser Spezialisten sind im Besitz einer gültigen G 26. Einer von ihnen nahm im Vorjahr an einer Ausbildung im Brandcontainer in Siegritzau teil, in dem sehr realististisch Feuer und Hitze simuliert werden.

Ein Ziel hat Henkel aber bereits fest vor Augen. Die Fahrzeughallen sind am Limit angelangt. Die Feuerwehr braucht mehr Platz. Eventuell sei ein Anbau des Feuerwehrhauses unumgänglich, berichtete er. Das ist laut Bürgermeister Amon jedoch wegen der fehlenden Abstandsflächen nicht so ohne weiteres möglich. Über die Details wird sich der Gemeinderat eingehend beraten. „Es muss etwas passieren, Platz brauchen wir – und dies geht vor, vor allem anderen“, betonte der Gemeindechef.

Zwingend notwendig sei auch die Aufstellung eines neuen Löschwasser-Behälters. Und zwar im Bereich des Nahversorgungszentrums.

Zu Löschmeistern wurden ernannt: Matthias Dötzer, Christopher Amon, Stefan Roppelt und Christoph Pfeufer. Christoph Pfeufer ist ebenso der neu ausgebildete Gruppenführer.

In den aktiven Dienst wurden aufgenommen: Felix Dennerlein, Lea Grimm, Leonie Gelbhardt, Lina Dötzer, Milena Morat, Cindy Hofmann, Franziska Maltenberger, Sebastian Rütten, Herbert Rauch, Benedikt Seiler und Roland Rüdiger. Vier Kameraden sagten an diesem Tag dem aktiven Dienst „servus“: Bernhard Hack, Clemens Seiler, Herbert Gath und Josef Amon. Abschließend dankten Landrat Ulm, Kreisbrandrat Flake und Bürgermeister Amon den Aktiven für ihren Einsatz. dia

Einsatzübung – Kellerbrand im Sportlerheim

geschrieben von: Burkhardt Florian | KFV Forchheim

WEILERSBACH | Dichte Rauchschwaden zogen bereits über die angrenzenden Sportplätze und Felder, als die Integrierte Leitstelle Bamberg am Mittwochabend (02.11.16) die Feuerwehren aus Weilersbach und Umgebung auf den Plan rief. Zu einer Einsatzübung im Sportheim Weilersbach wurden kurz nach 19 Uhr die Feuerwehren aus Weilersbach, Kirchehrenbach, Rettern, Reifenberg, Reuth, Ebermannstadt und Pretzfeld alarmiert.
Angenommen wurde ein Brand im Keller des weitläufigen Gebäudes. Die Atemschutztrupps der anwesenden Feuerwehren mussten unter anderem die zahlreichen Umkleidekabinen durchsuchen, um insgesamt fünf vermisste Personen zu finden und zu retten. Während der Rettungsaktion kümmerten sich die Wehren aus Reifenberg, Rettern, Reuth und Kirchehrenbach um den Aufbau zweier Schlauchstrecken, damit der Löschwasserbedarf sichergestellt werden konnte. Das Wasser wurde aus zwei Löschwasserbehältern entnommen und mehrere hundert Meter weit, bis hin zur eigentlichen Einsatzstelle gepumpt.
Da die Außentemperaturen mittlerweile im einstelligen Bereich angekommen waren, wurde von der Feuerwehr Pretzfeld ein Schnelleinsatzzelt errichtet. Dieses Zelt ist Teil der umfangreichen Beladung des Dekon-P Fahrzeuges des Landkreises Forchheim. Das Zelt kann im Einsatzfall zum Aufwärmen und als Wetterschutz genutzt werden.
Im Anschluss an die Übung und den damit verbundenen Aufräumarbeiten gab es im Feuerwehrhaus Weilersbach die Gelegenheit, die Übung Revue passieren zu lassen. Kreisbrandinspektor Wolfgang Wunner sprach zusammen mit dem Weilersbacher Kommandanten Michael Henkel einige positive und ein paar negative Punkte an, auf die in Zukunft vermehrt geachtet werden sollte. Beide bedankten sich bei den rund 77 Einsatzkräften für ihr ehrenamtliches Engagement und für ihr kommen. „Einsatzübungen dieser Art seien wichtig, um die Leistungsfähigkeit der Wehren zu ermitteln. Da macht es keinen Sinn, vorher jedem Bescheid zu sagen“ ergänzte Wunner abschließend.